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Informationsblatt

 

 

WIR VON MWANA WANGE

Informationsblatt 2/2016


Editorial


Liebe Mitglieder, liebe Freunde,


vor wenigen Wochen ist die in diesem Jahr relativ große Gruppe von neun Personen aus Uganda zurückgekehrt. Für die drei jungen Mitfahrerinnen und Mitfahrer war es das "Ersterlebnis Uganda" und von daher spannend und eindrucksvoll.


Wir haben bei unserer Fahrt über die Hälfte unserer geförderten Kinder gesehen, obwohl in diesem August entgegen unserer sonstigen Erfahrung noch Schulzeit war. Wir konnten nicht wenige Freunde und bekannte Orte wiedersehen, aber auch neue Kontakte knüpfen.


Nach meinem Eindruck erfolgte eine Weiterentwicklung der Infrastruktur im Land. Auf der anderen Seite stellt die hohe Inflationsrate, welche zu einem merklichen Anstieg der Preise geführt hat, die arme Bevölkerung vor erhebliche Probleme. Zu den wichtigsten Etappen unserer Reise werden Sie in diesem Infoblatt ausführlich lesen können. Dabei wünschen wir Ihnen viel Freude und neue Erkenntnisse.


Brigitte Schmeja
Vorsitzende

 

Das erste Mal in Uganda


Unsere Erlebnisse auf unserer ersten Reise in Uganda waren vielseitig, erfahrungsreich und informativ. Neben der schönen und grünen, hügeligen Landschaft haben wir viele Menschen kennengelernt, Einblicke in ihr Leben erhalten und uns von ihnen durch Uganda an besondere Orte führen lassen. Einer dieser Orte war die Wirkungsstätte von Schwester Clare in Kyamaganda. Hier hilft sie in der Schule und unterrichtet die Kinder. Zu unserer Überraschung wurden wir von den Kindern auf besondere Art empfangen, indem sie für uns tanzten, trommelten und sangen und uns damit sehr beeindruckten. Als wir ihnen dann einen Fußball schenkten, waren sie voller Freude und wir natürlich auch. Es ist toll, zu sehen, wie einfach und schnell man Kinder zum Strahlen bringen kann.


Ergreifend ist es auch, unter welchen Bedingungen die Schüler dort leben. Nicht nur, dass auf Grund der Bauweise der Baracken bis zu 140 Schüler in einem Raum in Doppelstockbetten schlafen müssen, sondern auch die Versorgung für die überlebenswichtigen Grundbedürfnisse ist schwierig. So wird Wasser zumeist allein durch Regenauffangtonnen gesichert. Das funktioniert jedoch nur so lange, wie es auch in regelmäßigen Abständen regnet. Wenn die Tonnen leer sind und es keinen Brunnen gibt, muss das Wasser aus dem Sumpf oder einer anderen Quelle besorgt werden. Daher herrscht auch ein hoher Bedarf an Auffangtonnen.


Zwei Tage später waren wir an Sr. Clares ehemaliger Wirkungsstätte in Narozari. Neben dem Worker's House besuchten wir dort die Vocational Secondary School (Berufsschule) und Primary School (Grundschule). In beiden Schulen wurden wir wieder mit faszinierendem Tanz und Gesang empfangen. An der Berufsschule lernen Kinder aus der ärmeren Landbevölkerung und belegen Fächer wie Zimmerei, Schreinerei, Schneiderei, Bau und Konstruktion. Ganz stolz zeigten sie uns auch die Schulbänke, die von Mwana Wange gesponsert wurden. Leider sind die Schulen oft in einem sehr maroden und baufälligen Zustand, sodass es großartig ist, zu erkennen, dass mit einfachen Mitteln, viel bewirkt werden kann und weiter könnte.


Christine Reese und Felix Hunsicker

 

Die gemeinsame Vorstandssitzung


Ein wichtiger Bestandteil unseres Programms in Uganda ist die gemeinsame Vorstandssitzung von unserem Partnervorstand, der Generous Maria Foundation (GMF), und den Vertretern unseres Vorstandes.


In diesem Jahr gab es zunächst eine Reihe gegenseitiger Informationen, Hinweise und Wünsche, die zu besprechen waren. Ich möchte nur einiges davon nennen: wir wünschten an manchen Stellen eine exaktere Ausfüllung der Formblätter, eine frühzeitige Mitteilung bei Schulgeld-erhöhungen bzw. dann, wenn Kinder bereits mit dem Abschluss der Sekundarstufe 4 aus der Schule abgehen, um eine zweijährige Berufsausbildung zu beginnen. Die im Einzelnen mögliche Förderung dieser Kinder muss jedoch rechtzeitig bei uns beantragt werden und kann nur nach Prüfung der Möglichkeiten gewährt werden. Deshalb hat die GMF ein Treffen mit Eltern und Paten zugesagt, das wohl inzwischen stattgefunden hat. Auch die Namen der Kinder, die am Ende des Schuljahres die Schule beenden, sollen uns möglichst frühzeitig mitgeteilt werden, damit wir die Sponsoren zeitnah informieren können.


Brigitte Schmeja

 

Eindrücke aus Hoima und Umgebung


Die Anlage des Hotels Kontiki in Hoima ist im Stil der afrikanischen Rundhütten aufgebaut und weitläufig wie eine Gartenanlage. Ich fühle mich sehr wohl hier. Wir wollen heute die Kathedrale in Hoima besuchen. Auf dem Gelände der Kathedrale treffen wir Fr. Henry-Hektor, der vor zwei Wochen die Priesterweihe empfangen hat. Er führt uns durch das Priesterseminar, die Kathedrale und den dazu-gehörigen Glockenturm, den einige von uns trotz wackliger Leitern besteigen. Hier hat man eine gute Sicht über Hoima, die allerdings heute durch den Dunst etwas eingeschränkt ist.


Im Kolpinghaus gibt es zur Mittagszeit eine Überraschung. Es ist nicht das Essen, sondern die zufällige Begegnung mit Emmanuel und Fr. Deo, die hier an einer Konferenz teilnehmen. Obwohl der nächste Tag schon mit Besuch beim Bischof Vincent Kirabo von Hoima und Fr. Roberts Gemeinde und Schule verplant ist, möchte Fr. Deo uns auch in seine Gemeinde einladen. Wir sagen zu.


Am nächsten Tag nimmt Wiebke das Lenkrad eines Geländewagens in die Hand und wird es auch den ganzen Tag nicht loslassen. Ein Auto reagiert im Gelände anders als auf einer asphaltierten Straße. Wiebke kommt gut mit dem Wagen im Gelände zurecht und, um es vorweg zu sagen, sie wird uns auch gut von Hoima nach Kampala durch dichtes Verkehrsgewühl fahren.


Emmanuel staunt nicht schlecht, als er in unser Auto steigt und dort eine Fahrerin (Driverin) vorfindet. Fr. Robert, den wir ebenfalls an der Kathedrale abholen, fährt im anderen Auto mit.


Der Empfang der Kinder und Lehrer in Fr. Roberts Gemeinde ist herzlich und von Musik und Liedern begleitet. Mitunter habe ich den Eindruck, die Kinder trauen sich nicht immer zu singen, oder die Lehrerin hat ein Solo. Die Freude der Kinder und Lehrer ist deutlich spürbar. Da macht es auch nichts, dass das Schulgebäude noch nicht ganz fertig ist. Wir sitzen zwar im Trockenen, aber die Fensterumrahmung ist noch nicht fertig gemauert und die Wände haben noch keinen Putz. Braucht Fr. Robert und seine Gemeinde noch Hilfe und können wir helfen?


Nach herzlicher Verabschiedung fahren wir weiter in die Gemeinde zu Fr. Deo. In seinem Gemeindebereich liegt eine Berufsschule, in der Tischler, Schlosser, Schweißer und Landwirte ausgebildet werden. Auch wenn hier nicht alles nach DIN-Norm angefertigt und aufgestellt ist, so werden uns doch voller Stolz die verschiedenen Werkstätten und Maschinen gezeigt.


An einem Elektroschweißgerät darf ich mich ausprobieren. Ich brenne in die Materialien nur ein Loch. Schweißen ist genau das Gegenteil!


Unser Abschiedsgeschenk, ein Fußball für die jungen Menschen, wird mit Freude angenommen.


Wir fahren zurück nach Hoima und Emmanuel ist unser Guide. Noch vor Einbruch der Dunkelheit treffen wir an der Kathedrale in Hoima ein und verabschieden uns dort von Emanuel und seiner Frau Maria, die dort eine Chorprobe hat.


In Kontiki angekommen, lassen wir den Tag im Gespräch und in Gemütlichkeit ausklingen.


Siegfried Kalski

 

Die Treffen mit "unseren" Kindern


Am zweiten Tag nach unserer Ankunft in Bwanda, dem Schwesternkonvent der Daughters of Mary, hatte Michael Kabonge das erste Treffen mit einer größeren Zahl der geförderten Kinder, dem Vorstand der GMF und uns in Kitovu verabredet. Wider Erwarten waren in diesem Jahr Mitte August noch keine Schulferien. So war eine Zusammenkunft der Kinder schwieriger zu organisieren als sonst.


Einige der Jugendlichen, die die Schule im Dezember 2016 abschließen, hatten Examenstage, so dass sie nur bedingt am Treffen teilnehmen konnten. Trotz dieser Umstände waren 63 Kinder - zum Teil mit Eltern oder Paten - zum Treffen gekommen, ebenso natürlich die Mitglieder des dortigen Vorstandes: der Vorsitzende Father Alipio, Josephine sowie Sr. Clare und Sr. Magdalen von den Daughters of Mary. Father Alipio eröffnete unser Treffen. Er dankte Gott für die Möglichkeit dieser Hilfe und uns im Namen der Kinder, verbunden mit der Bitte, diesen Dank an alle Sponsoren weiterzugeben.


Zu unserer Begrüßung wurde gesungen und auch kleine Reden - insbesondere von einer Auszubildenden - gehalten. Wir haben für die herzliche Begrüßung gedankt, unser Interesse für ihre Lernerfolge, aber auch für ihre Probleme, bekundet und die Kinder ermuntert, weiter gut zu lernen. Als Begrüßungsgeschenk von Mwana Wange hatten wir für jedes Kind einen strapazierfähigen Schulrucksack in Masaka herstellen lassen, der auch das Logo von unserem Verein trägt.


Nachdem unsere beiden jungen Absolventen Wiebke und Christine zwei verschiedene Ratespiele mit den Kindern gespielt hatten – eines für die Kleineren und ein Quizz für die Älteren – wurden den Kindern je nach Schulklasse ein kleinerer oder größerer Schulrucksack sowie zwei Hefte und ein Kugelschreiber übergeben. Die Freude war groß!


Nach dem offiziellen Teil wurde draußen fotografiert, und es gab viele Gespräche mit Kindern, Eltern oder Paten mit uns. Dabei wurden manche Fragen gestellt, Probleme erörtert oder auch Adressen ausgetauscht. Zuvor gab es für alle gemeinsam ein Mittagessen.


Michael Kabonge hatte am Morgen dafür gesorgt, dass sich alle Ankommenden vor Beginn in eine Liste eintragen konnten, sodass wir mit Sicherheit wissen, welche Kinder anwesend waren. Im Nu war es später Nachmittag geworden, und das erste Kindertreffen ging zu Ende. Die Meisten von ihnen hatten ja noch einen Weg zu überwinden, um nach Hause zu gelangen.


Unser zweites Kindertreffen war dann einige Tage später in Kampala mit 16 Kindern, von denen auch einige aus Entebbe nach Kampala gekommen waren. Wie schon einmal waren wir zu Gast im kleinen Haus der leiblichen Schwester von Sr. Clare. Es war ein wenig eng, jedoch umso herzlicher.


Paul aus der 3. Klasse brachte ein Gedicht vom Elefanten zu Gehör, was Beifall auslöste, und auch Regina - etwas älter - trug etwas vor. Auch hier erhielten die Kinder ihre Schulrucksäcke in verschiedenen Größen und Farben.


Nach vielen Gesprächen fuhren wir zurück nach Masaka.


Brigitte Schmeja

 

Als Touri die Schönheit des Landes genießen


Der touristische Teil unserer diesjährigen Reise führte uns in den Queen Elizabeth Nationalpark in den Südwesten von Uganda. Obwohl wir trotz Anmeldung (und e-mail Bestätigung) in beiden am Ort vorhandenen Lodges nicht erwartet wurden, hatten wir doch Glück. Die Lodge mit der schöneren Aussicht und den preisgünstigeren Zimmern hatte für uns Platz. Auf der Freifläche rund um unsere Tische und Stühle tummelten sich Marabus, Warzenschweine mit ihren Jungen und Streifenmangusten, die zur Familie der Mungos gehören. Der Blick über den uns zu Füßen liegenden Lake Edward zeigte uns am anderen Ufer Wasserbüffel, Nilpferde und Elefanten. Ein wirklich idyllischer Platz.


Gleich am nächsten Morgen, noch vor Sonnenaufgang, ging es zu einem game drive (auch Safari genannt). Wir waren noch gar nicht lang unterwegs, als uns ein junger Elefantenbulle den Weg versperrte. In gebührendem Abstand machten wir halt. Und warteten. Und warteten. Endlich ging er ein wenig abseits in die Büsche. Wir hielten auf seiner Höhe, an um zu fotografieren. Das wiederum gefiel dem Dickhäuter nicht. Er stellte die Ohren auf und fing an zu trompeten. Ein junger Rowdy, der noch lange nicht so gelassen war, wie seine erwachsenen Verwandten, von denen wir in den nächsten Stunden noch viele sehen sollten. Es folgte eine wirklich herrliche Fahrt vorbei an den unterschiedlichsten Antilopenarten, Wasserbüffeln, Affen, Warzenschweinen und und.


Am Funkgerät wurde es dann aufregend. Die Ranger teilten sich gegenseitig den Aufenthaltsort von Löwen mit. Und so fuhren auch wir dorthin, um die Könige der Steppe zu sehen. Und tatsächlich. Wer ein gutes Fernglas oder einen noch besseren Fotoapparat hatte, kam auf seine Kosten.


Am Nachmittag des selben Tages gab es noch eine Bootsfahrt durch den Kazinga Channel, den Kanal, der den Lake Edward mit dem Lake George verbindet. Diese Fahrt ließ die am Wasser grasenden, im Wasser liegenden und sich von der Hitze abkühlenden Tiere noch einmal viel näher rücken. Es sind ja meist die großen Tiere, die besonders faszinieren. Aber auch die reiche Vogelwelt, die hier zu beobachten war, ist interessant. Kormorane, Pelikane, Hammerkopfvögel, Seidenreiher. Die vielen Arten kann man hier nicht alle aufzählen. Voller überwältigender Eindrücke ging der Tag zu Ende und mit dem kommenden Morgenrot auch schon die Zeit in diesem wunderbaren Flecken Erde.


Silvia Kastler

 

In eigener Sache


Liebe Mitglieder und Freunde des Mwana Wange e.V., in dieser Ausgabe unseres Infoblattes haben Sie viel über unsere diesjährige Reise nach Uganda erfahren. Selbstverständlich bezahlen wir unsere Reisen selbst. Aber die Schulrucksäcke und – viel wichtiger noch – die Möglichkeit, überhaupt zur Schule gehen zu können, das verdanken die Kinder Ihnen und auch wir wollen uns dafür herzlich bedanken.


Als eingetragener gemeinnütziger Verein dürfen wir Ihre Geldzuwendungen gegenüber dem Finanzamt bestätigen. Das tun wir gern, denn Ihre Spenden kommen direkt bei den Kindern an. Für die Spendenbestätigung brauchen wir jedoch Ihre Adresse. Bitte vergessen Sie deshalb nicht, auf der Überweisung Ihre Adresse anzugeben, wenn Sie das erste Mal für unseren Verein spenden. Gleiches gilt auch bei Wohnungswechsel.


Herzlichen Dank.


Der Vorstand

 

Nachruf


Mit Bestürzung und Trauer haben wir vom Tod unseres Mitglieds, Herrn René Grunert-Funk, erfahren. René war seit 2014 Mitglied des Mwana Wange e.V. und hat unserem Verein mit seiner herzlichen und frischen Art sehr gut getan.


Er wird uns fehlen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.


Dagobert Glanz

 

 

Download und Archiv Infoblatt

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Download Flyer

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Flyer 2011
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